Wiedereinführung der Meisterpflicht im Schilder- und Lichtreklamehersteller-handwerk – Ergebnis des ersten Treffens der Planungsgruppe

17.10.2017 - Aktuelles

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks hat in der Frage der Wiedereinführung der Meisterpflicht eine Planungsgruppe eingerichtet. In dieser Planungsgruppe ist der Zentralverband Werbetechnik – Bundesinnungsverband der Schilder- und Lichtreklamehersteller – durch Bundesinnungsmeisterin Martina Gralki-Brosch vertreten.

Das erste Treffen dieser Planungsgruppe hat in der vergangenen Woche stattgefunden.

Weiterlesen: >> Mitglieder-Downloads

Freisprechungsfeier der Maler- und Lackierer-Innung München

10.10.2017 - Aktuelles

Die Freisprechungsfeier der Maler- und Lackierer-Innung München fand am Dienstag, dem 12. September 2017 im Alten Rathaussaal in München statt.

Besonders geehrt wurden:

Platz 1: Antonin Günder, Ausbildungsbetrieb: ABC Beschriftungsbedarf GmbH, München

 

Platz 2: Laura Gerhard, Ausbildungsbetrieb: Jäger Werbung, Unterpleichfeld

 

Platz 3: Felix Hertlein, Ausbildungsbetrieb: Guttenberger + Partner GmbH, Freystadt

Fotos (v.l.n.r.): Vorstandsmitglieder in Zunftkleidung: Ivo Fuhrmann, Florian Müller (Fachgruppenleiter Schilder- und Lichtreklamehersteller), Claudius Wolfrum, Andreas Romanow (stv. Obermeister), Andreas Maier, Andreas Mittner, Stefan Koch (Fachlehrer Schilder- und Lichtreklamehersteller der Berufsschule München), Hendrik Bauer (Vertreter der Adolf-Kolping-Berufsschule München), jeweils Absolvent(in), Uli Faßnacht (Obermeister)

 

Merkblatt Aus- und Einbaukosten ab 1. Januar 2018

20.09.2017 - Aktuelles

Das Merkblatt „Aus- und Einbaukosten ab 1. Januar 2018“ der Bundesvereinigung Bauwirtschaft finden Sie unter

>> Mitglieder-Downloads

Begrüßung der neuen Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Meistervorbereitungslehrgangs

13.09.2017 - Aktuelles

„Wir machen Sie zum Profi! Wir vermitteln Ihnen umfassend das theoretische und praktische Wissen, um die Meisterprüfung im Schilder- und Lichtreklamehersteller erfolgreich abzulegen! Herzlichen Willkommen auf dem Weg zur Meisterschaft!“ Mit diesen Worten begrüßte Martina Gralki-Brosch, stv. Obermeisterin und Bundesinnungsmeisterin des Bundesinnungsverbandes des Schilder- und Lichtreklamehandwerks die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 2. Meistervorbereitungslehrgangs, der auf Initiative der Innung für Werbetechnik Dortmund gemeinsam mit der Handwerkskammer Dortmund in den Bildungszentren der Handwerkskammer durchgeführt wird.

12 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich für diesen weiteren Karriereschritt, die erfolgreiche Ablegung der Meisterprüfung entschieden. „Mit dieser Entscheidung haben Sie einen weiteren Schritt auf Ihrer Karriereleiter gemacht. Ihr uneingeschränktes Bekenntnis zum Meisterbrief dokumentiert den hohen Stellenwert, den auch Sie dem Meister einräumen – und das in einem sog. zulassungsfreien Handwerk. Sie haben erkannt, was für einen Mehrwert diese Ausbildung und der erfolgreiche Abschluss zum Meister bietet. Sie schaffen mit der Ablegung der Meisterprüfung nicht nur die Basis für eine eigene Existenz als Unternehmerin oder Unternehmer. Sie tragen mit diesem Bekenntnis zur Sicherung der Qualität im Schilder- und Lichtreklameherstellerhandwerk für unsere Kunden, aber auch zur Sicherung unseres Berufsstandes bei“, so Martina Gralki-Brosch.

In rd. 12 Monaten werden berufsbegleitend in den Bildungszentren der Handwerkskammer Dortmund die Teile I und II der Meisterprüfung unterrichtet. Neben Themen wie Problemanalyse, Kundenberatung, Materialkunde, Arbeitstechniken, Arbeitssicherheit, Qualitätsmanagement, Kalkulation, technische Kommunikation, fachliche Vorschriften und Normen praxisnah und auftragsbezogen, werden auch fachpraktische Teile wie Elektro- und Befestigungstechnik, das Arbeiten mit Branchensoftware oder das Bedienen von Maschinen vermittelt. Das Anfertigen von 3-dimensionalen Entwürfen ist ebenso Teil des Lehrganges wie das Arbeiten mit Blattmetall.

Die enge Zusammenarbeit der Dozenten aus den verschiedenen Fachrichtungen des Schilder- und Lichtreklameherstellerhandwerks und den Experten der diesem Handwerk nahestehenden Wirtschaft garantiert eine moderne und breit gefächerte Ausbildung.

Bewertung der Wahlprogramme 2017

13.09.2017 - Aktuelles

Die Bundesvereinigung Bauwirtschaft hat die Wahlprogramme der Parteien zur Bundestagswahl auf für uns relevante Aussagen geprüft und mit einem Smiley-System eine Kurzbewertung vorgenommen.

Die beigefügte Übersicht soll Ihnen einen ersten Überblick über die inhaltliche Schwerpunktsetzung der Parteien verschaffen und einen Ausblick auf die Themen der Koalitionsverhandlungen erleichtern. Bewertet wurden ausschließlich neue Vorhaben oder Maßnahmen, die zu Änderungen des Status Quo führen.

In den späteren Koalitionsverhandlungen will die Bundesvereinigung Bauwirtschaft den Verhandlungspartnern zur inhaltlichen Unterstützung Informationen zu den relevanten Themen übermitteln. Die Tabelle gibt zusätzlich Aufschluss über Themen, die in den Wahlprogrammen nicht enthalten sind, die die BVB aber in den Koalitionsverhandlungen berücksichtigt wissen will. Auch diese Themen bereitet die BVB derzeit so auf, dass sie den Verhandlungspartnern kurzfristig zugestellt werden können.

Auf Wunsch stellt die Bundesvereinigung Bauwirtschaft Ihnen auch gerne die Wahlprogramme der Parteien zur Verfügung.

BVB-Bewertung der Wahlprogramme 2017

5. Bauwirtschaftstag 2017

13.09.2017 - Aktuelles

Programm Bauwirtschaftstag 2017

UVH-Orientierungen 3/17

13.09.2017 - Aktuelles

UVHOrientierungen 3-17

Mitgliedschaft in der Bundesvereinigung Bauwirtschaft (BVB)

13.09.2017 - Aktuelles

Der Zentralverband ist der Bundesvereinigung Bauwirtschaft (BVB) zum 1. Juli  2017 als Mitglied beigetreten.

„Unser Handwerk braucht eine starke Stimme und die Bundesvereinigung Bauwirtschaft ist eine multiprofessionell aufgestellte, aktive und starke Gemeinschaft. Wir sind Mitglied in der Bundesvereinigung Bauwirtschaft geworden, weil wir die Lobbyarbeit unseres Verbandes verstärken wollen und dazu den Schulterschluss mit Interessenpartnern suchen, die in inhaltlich verwandten Gewerken arbeiten und deren Interessen ähnlich fokussiert sind. Auf der anderen Seite sehen wir für die künftige Zusammenarbeit zahlreiche vielversprechende Anknüpfungs- und Berührungspunkte und ich freue mich darauf, unsere Expertise und unser Engagement ab sofort in die gemeinsame Verbandsarbeit einbringen zu können“, begründet Bundesinnungsmeisterin Martina Gralki-Brosch die Mitgliedschaft in der Bundesvereinigung Bauwirtschaft. Als Schilder- und Lichtreklamehersteller sind bundesweit ca. 3.000 Betriebe in der Handwerksrolle eingetragen. Diese beschäftigen ca. 11.000 Menschen und bilden ca. 900 Jugendliche aus.

(Quelle: Bundesvereinigung Bauwirtschaft)

Luftreinhaltung und Handwerk

04.09.2017 - Aktuelles

Vor dem Hintergrund von Grenzwertüberschreitungen für Luftschadstoffe wird zurzeit – in Fortsetzung der Beschlüsse des sog. „Dieselgipfels“ am 2. August 2017 – über geeignete Maßnahmen zur Luftreinhaltung unter Vermeidung von Fahrverboten diskutiert. Was in diesem Zusammenhang aus Sicht des Handwerks zu beachten ist, darüber informiert beiliegendes ZDH-Kompakt.

>> ZDH-Kompakt Luftreinhaltung und Handwerk

Der ZVW ist zum 01.07.2017 dem Unternehmerverband Handwerk NRW (UVH) als neues Mitglied beigetreten

04.09.2017 - Aktuelles

Der Zentralverband Werbetechnik (ZVW) mit Sitz in Dortmund ist zum 1.7.2017 dem Unternehmerverband Handwerk NRW (UVH) als neues Mitglied beigetreten. Der Zentralverband Werbetechnik (ZVW) – Bundesinnungsverband der Schilder- und Lichtreklamehersteller – ist ein handwerklicher Berufsverband für die in die Handwerksrolle eingetragenen Betriebe des Schilder- und Lichtreklameherstellerhandwerks.

Schilder- und Lichtreklamehersteller/Werbetechniker realisieren als gestalterische und technische Hersteller und auch als Dienstleister Werbemaßnahmen im Innen- und Außenbereich. Sie entwerfen Werbegestaltungen nach ästhetischen sowie werbewirksamen Kriterien und stellen diese unter Beachtung physikalischer, technischer und statischer Aspekten her. Zu ihren Aufgaben gehört das Erarbeiten von Konzepten für Werbe-, Informations- und Orientierungsmaßnahmen und die Beratung von Kunden hinsichtlich der Umsetzung und Ausführungsqualität. Eine wesentliche Aufgabe des Zentralverbandes Werbetechnik (ZVW) ist die Aus- und Fortbildung im Schilder- und Lichtreklameherstellerhandwerk. Der ZVW ist aufgrund rechtlicher Grundlagen befugt, die Aus- und Weiterbildung zu regeln und zu überwachen und Fachschulen und Fachkurse einzurichten und zu unterstützen. Ein wichtiges politisches Anliegen ist dem Zentralverband Werbetechnik (ZVW) mit Bundesinnungsmeisterin Martina Gralki-Brosch und Geschäftsführer Ludgerus Niklas an der Spitze die Wiedereinführung der Meisterpflicht im Schilder- und Lichtmittelreklameherstellerhandwerk. Bereits vor dem Beitritt zum Unternehmerverband Handwerk NRW hatten die Spitzenrepräsentanten des Zentralverbandes Werbetechnik an Veranstaltungen des Unternehmerverbandes Handwerk NRW zum Thema „Zukunft des Meisterbriefes“ teilgenommen und die nach der Novellierung der Handwerksordnung eingetretene Situation im Schilder- und Lichtreklameherstellerhandwerk dargestellt.

Fliesenlegerhandwerk, IG BAU und SPD sprechen über die Wiedereinführung der Meisterpflicht, auch für die Schilder- und Lichtreklamehersteller

02.08.2017 - Aktuelles

Gemeinsame Pressemitteilung des Baugewerbeverbandes Westfalen, der Fachgruppe Fliesen und Naturstein im Zentralverband Deutsches Baugewerbe und der IG BAU zum Gespräch mit der SPD-Bundestagsabgeordneten Sabine Poschmann MdB aus Dortmund.

Dortmund, 01.08.2017. Das Baugewerbe will zurück zur Meisterpflicht. In Dortmund stellten Vertreter der Industriegewerkschaft Bauen Agrar Umwelt und des Fachverbandes Fliesen und Naturstein im Zentralverband Deutsches Baugewerbe der SPD-Beauftragten für Mittelstand und Handwerk Sabine Poschmann ihre Forderung zur Widereinführung der Meisterpflicht vor. „Grundsätzlich stehen wir einer Wiedereinführung der Meisterpflicht in bestimmten Handwerksberufen offen gegenüber. Dies betrifft nicht nur das Baugewerbe, ich denke da zum Beispiel auch an die Schilder- und Lichtreklamehersteller. Im Vordergrund einer solchen Änderung müssen Verbraucherschutzinteressen und eine deutliche Steigerung der Ausbildungsleistung stehen. Zunächst jedoch gilt es zu klären, wie eine verfassungskonforme Anpassung der Berufszulassungsregelungen gewährleistet werden kann. Zudem brauchen wir eine gute Lösung für die Unternehmen, die derzeit ohne Meisterbrief am Markt agieren“, lautete das Fazit der Bundestagsabgeordneten Poschmann.

Seit Abschaffung der Meisterpflicht im Jahr 2004 sei Anzahl der Betriebe extrem angestiegen, monierten die Vertreter des Fliesenlegerhandwerks und der IG BAU, von 12.401 auf heute über 72.000 Betriebe. Die Zahl der Auszubildenden sank von 3.029 Auszubildenden im Jahr 2004 auf 2.209 im Jahr 2015 (-27 %). Gleichzeitig ging die Zahl der Meisterprüfungen von 423 zurück auf nur noch 114 bestandene Prüfungen (-73 %).

„Die Zahlen sprechen für sich. Viele zuvor florierende Betriebe mit qualifizierten Fachkräften konnten dem Unterbietungswettlauf mit den Dumpinganbietern nicht Stand halten, mussten langjährige Mitarbeiter entlassen oder aufgeben,“ erklärte Karl-Hans Körner, Vorsitzender des Fachverbandes Fliesen und Naturstein im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes. „Durch die fehlende Meisterqualifikation tummeln sich auf deutschen Baustellen Soloselbstständige zuhauf, die sich auch als Kolonnen für Bau- und Ausbauarbeiten aller Art verdingen. Scheinselbständigkeit und Schwarzarbeit halten verstärkt Einzug in die Branche“, ergänzte Dietmar Schäfers, stellvertretender Bundesvorsitzender der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt.

Die Diskussion um die Wiedereinführung der Meisterpflicht gewinnt an Dynamik. Jüngst stießen die IG BAU und die Arbeitgebervertreter des Baugewerbes bei Hessens SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel und bei CDU-Generalsekretär Peter Tauber mit ihrer Forderung zur Wiedereinführung der Meisterpflicht auf offene Ohren. Sie sagten zu, die Wiedereinführung der Meisterpflicht zu prüfen.

(Quelle: www.bauverbaende.de)

Ralph Bombis (FDP): Für die Qualität im Handwerk einsetzen

03.04.2017 - Aktuelles

Mit einem positiven Ergebnis endete jetzt der Besuch von Bundesinnungsmeisterin Martina Gralki-Brosch und Geschäftsführer Ludgerus Niklas bei der FDP in Düsseldorf. Ralph Bombis (MdL FDP) zeigte sich im Dialog mit den Vertretern des Zentralverbands Werbetechnik offen für eine Diskussion über die Meisterpflicht als Qualitätssiegel im Schilder- und Lichtreklameherstellerhandwerk. Ralph Bombis ist Vorsitzender der Enquete-Kommission zur Zukunft von Handwerk und Mittelstand in Nordrhein-Westfalen (EK VI) und Sprecher der FDP, sowie Mitglied des Ausschusses für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk. Im Gespräch war der FDP-Politiker den Argumenten des Zentralverbands Werbetechnik gegenüber aufgeschlossen und nahm eine Einladung nach Dortmund zur Fortsetzung des Dialogs gern an. Der Zentralverband Werbetechnik plant, die Ergebnisse seiner bisherigen Gespräche mit Landtags- und Bundestagsmitgliedern im Rahmen der Forderung „Wiedereinführung der Meisterpflicht“ auf der Jahrestagung des Verbands in Berlin vorzustellen.

Bildzeile: Offener Dialog in Düsseldorf (v.l.): Ralph Bombis (MdL FDP), Bundesinnungsmeisterin Martina Gralki-Brosch und Geschäftsführer Ludgerus Niklas

Positionspapier „Den Meister für alle möglich machen“

12.12.2016 - Aktuelles

>> Positionspapier Meisterpflicht


Meisterpflicht abzuschaffen war ein Fehler

Geht es nach den Mittelstandspolitikern der CDU/CSU, wird der Große Befähigungsnachweis in möglichst vielen Gewerken wieder eingeführt, um sich selbstständig machen zu dürfen.

meisterpflicht_linnemann

Dr. Carsten Linnemann bezeichnet sich als Verfechter der Sozialen Marktwirtschaft. Ein möglichst offener Marktzugang darf aber nicht dazu führen, dass die Qualität der ausgeführten Arbeiten und der Ausbildung darunter leiden. Deshalb setzt sich die Mittelstandsvereinigung MIT für die Wiedereinführung der Meisterpflicht ein; Foto: MIT

Die vor über zehn Jahren beschlossene Handwerksnovelle hält Dr. Carsten Linnemann für einen Fehler. Der Bundesvorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU (MIT) möchte ihn nun korrigieren. Kurz vor Weihnachten hat man ein meisterliches Paket geschnürt und dem Bundesparteitag geschickt. Der Bundestagsabgeordnete aus Paderborn zieht im Interview mit unserer Zeitung an den Schleifchen und verrät, was es enthält.

DHB: Die CDU will die Meisterpflicht wieder einführen. Mein erster Gedanke war: Jetzt geht der Wahlkampf los! Ist das so?

Linnemann: Nein, mich stört schon seit langem, dass die Meisterpflicht im Zuge der Handwerksreform in über 50 Berufen abgeschafft worden ist.

DHB: Warum?

Linnemann: Jeden Monat melden sich mindestens ein, zwei Handwerker bei mir. Sie berichten, dass sich bei ihnen am Ort wieder jemand einen Bulli gekauft und einen Hausmeisterservice aufgemacht hat. Diese Betriebe bieten aber zusätzlich auch Arbeiten an, die nur von qualifizierten Meisterbetrieben ausgeführt werden dürfen. In Sachen Gewährleistung haben die Kunden oft das Nachsehen, weil die Hälfte dieser Hausmeisterservices nach spätestens fünf Jahren gar nicht mehr am Markt ist.

Ich bin ein Verfechter der Sozialen Marktwirtschaft mit einem offenen Marktzugang. Dies darf jedoch nicht zu einem Verlust von Qualität führen. Auch leidet die duale Ausbildung. In den B1-Gewerken bilden häufig nur noch „Altmeister“ aus. Kurzum: Es war ein Fehler, dass in vielen Gewerken der Meisterbrief als Voraussetzung für die Selbstständigkeit abgeschafft worden ist. Der Meisterbrief ist ein Qualitätsmerkmal des deutschen Handwerks. Punkt. Und soll es auch bleiben.

DHB: Was will die CDU konkret ändern?

Linnemann: Der Meisterbrief soll qualifikationsgebundener Berufszugang im Handwerk sein. In so vielen wie möglich der 53 Berufe, die nach der Handwerksnovelle zulassungsfrei geworden sind, wollen wir die Meisterpflicht wieder einführen – sofern dies verfassungs- und europarechtskonform möglich ist. Die Neuregelung soll aber nur für neu gegründete Betriebe gelten. Die bestehenden sollten Bestandsschutz erhalten.

DHB: Außerdem wollen Sie die Schutzzielbestimmungen der Meisterprüfungsverordnung erweitern. Was bedeutet das?

Linnemann: Ob ein Gewerk in der Anlage A ist, wird an der sogenannten Gefahrengeneigtheit festgemacht. Das halte ich als Kriterium für zu wenig. Machen wir das einmal an einem Beispiel fest: Das Maler- und Lackiererhandwerk ist zulassungspflichtig, das Schilder- und Lichtreklameherstellerhandwerk hingegen zulassungsfrei. Ich kenne Betriebe aus der Werbetechnik, die Material in schwindelerregender Höhe auf Stadiondächern installieren. Wenn eine unsachgemäße Installation nicht gefährlich ist, was dann?

DHB: Also müssen zusätzliche Kriterien her?

Linnemann: Genau. Wir als MIT denken da beispielsweise an Verbraucherschutz, Mittelstandsförderung oder Bildungsstandards. Warum sollte man den Meisterbrief nicht auch zu einem Bildungsstandard machen wie es das Abitur oder der Hauptschulabschluss bereits ist? Kriterien wie diese können von jedem Mitglied der Europäischen Union als übergeordnete staatliche Ziele festgelegt werden. Damit lässt sich die Berufsfreiheit europarechtskonform einschränken.

DHB: Was verbirgt sich noch alles im Handwerkspaket der Mittelstandsvereinigung?

Linnemann: Wir wollen den Meisterbrief als sichtbares Qualitätsmerkmal für den Kunden stärken. Zudem soll eine höhere berufliche Bildung etabliert werden – etwa indem bundesweit das Berufsabitur geschaffen wird und Handwerksmeister problemlos zum Master-Studium zugelassen werden. Die Berufsbildungs- und Kompetenzzentren des Handwerks müssen stärker von Bund und Ländern gefördert werden. Um die Qualität der Meisterschulen zu sichern und zu verbessern, schwebt uns eine Evaluierung nach bundesweiten Standards – eine Art „Meister-PISA“ – vor. Last but not least sollten die Leistungen beim Meister-BAföG weiter steigen.

DHB: Das klingt alles sehr schön. Aber wie geht es jetzt weiter?

Linnemann: Als nächstes werden wir in der Bundestagsfraktion von CDU/CSU eine Arbeitsgruppe gründen, der auch ich angehören werde. Sie soll prüfen, wie wir den Meisterbrief in der neuen Wahlperiode nach der Bundestagswahl stärken können.

Quelle: handwerksblatt.de

 

 

Schilder- und Lichtreklamehersteller fordern Wiedereinführung der Meisterpflicht

17.11.2016 - Aktuelles

Dr. Carsten Linnemann, Bundesvorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU (MIT) unterstützt Forderung im Gespräch mit Vorstand des Zentralverbands Werbetechnik

Im Rahmen eines Meinungsaustauschs mit den Vorstandsmitgliedern des Zentralverbands Werbetechnik hat Dr. Carsten Linnemann, Bundesvorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU heute die Forderung des Verbands unterstützt, die Meisterpflicht wieder einzuführen. Bundesinnungsmeisterin Martina Gralki-Brosch, der stellv. Bundesinnungsmeister Frank Berenbrinker und Geschäftsführer Ludgerus Niklas hatten Dr. Linnemann in Paderborn besucht und ihm die Notwendigkeit der Wiedereinführung der Meisterpflicht im Schilder- und Lichtreklameherstellerhandwerk erläutert. „Wir begrüßen die eindeutige Haltung von Dr. Linnemann“, so Martina Gralki-Brosch nach dem Besuch, „gerade in einem Querschnittsberuf, in dem sich rund zwölf andere Berufe widerspiegeln, ist die Profilierung durch die Meisterpflicht ein absolutes Muss.“

Die CDU hatte sich bei Ihrem Parteitag am 7. November dafür ausgesprochen, die im Zuge der Handwerksreform für 53 Berufe abgeschaffte Meisterpflicht für neu gegründete Unternehmen in den Berufen wieder einzuführen, in denen dies verfassungs- und europarechtskonform möglich ist. Eine Arbeitsgruppe soll sich nun dieses Themas annehmen und Handlungsoptionen prüfen, um dieses Ziel in der neuen Wahlperiode zu erreichen.

https://www.mit-bund.de/…/wiedereinfuehrung-der-meisterpfli…

foto-besuch-linnemann